// most wanted nachtrag

Hier mal eine kleine Übersicht, bisherige Aktionen gegen den Nazi-Rocker-Laden in der Pfaffenstraße betreffend.

Offenbar gab es unmittelbar nachdem die Existenz des Ladens bekannt wurde Gespräche mit der Vermieterin C. Fuhrmann, um sie über ihre neuen Mieter aufzuklären – sie äußerte sich überrascht und empört. Sie wolle die Möglichkeit einer Kündigung des Mietverhältnisses überprüfen, da sie natürlich um ihren Ruf und um den ihres angrenzenden Cafés bemüht ist.

Nachdem sich der eher unscheinbare Laden sich etwas rumgesprochen hatte kam es zu Schäden an den Scheiben des Geschäftes. Die Angst vor Gegner_innen war dann vermutlich auch der Beweggrund für die Betreiber, die Kleidung, die sich im Geschäft befand, am Pfingstwochenende zu evakuieren. In diesem Zeitraum kam es zu Anschlägen auf die Scheiben des AJZ in der Seestraße, die wohl dem Milieu des Most Wanted Ladens zugeordnet werden können. Hier zeigt sich bereits, welche kriminellen Energien hinter der Fassade eines Bekleidungsgeschäftest stecken. Eskalationen dieser Gewalt haben nicht nur in Wismar erschreckende Dimensionen angenommen.

In Folge sah es dennoch so aus, als ob die Bandidos die Segel gestrichen hätten – lange zeit geschah nichts. Doch am 12. Juni, nachdem die Scheiben ausgewechselt und von innen zusätzlich gesichert waren, begannen drei Personen in aller Öffentlichkeit und Ruhe, ihre Aufkleber wieder am Laden anzubringen. Es handelte drei Männer, zwischen 20 und 30 Jahren alt, die eher dem Neonazi- als dem klassischen Biker-Klischee entsprechen. Der Laden ist jetzt wieder mit Ware bestückt und steht unter regelmäßiger Beobachtung.
Wir werden das Etablieren einer organisierten rechten Szene in Neubrandenburg nicht dulden!

zwei nasen an der scheibe

innenansicht

vor der entglasung


10 Antworten auf „// most wanted nachtrag“


  1. 1 hehe 27. Juni 2007 um 20:48 Uhr

    Der Laden exestiert doch überhaupt nicht mehr, also macht mal nicht die Leute verrückt mit eurem Verfolgungswahn…

  2. 2 xyz 27. Juni 2007 um 21:20 Uhr

    Ich find das alles albern von euch, ihr solltet euch mal mit Dingen beschäfigen, die sich lohnen, versucht es mal mit Tierschutz, das wäre vernünftiger!!!

  3. 3 NBler 27. Juni 2007 um 21:23 Uhr

    also ich bin gestern am laden vorbei gegangen und der ist schon noch da, steht aber auch im text das der seit 12. juni wieder offen is…

  4. 4 Administrator 27. Juni 2007 um 21:31 Uhr

    @xyz „Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Kommunist.
    Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Sozialdemokrat.
    Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.
    Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

  5. 5 xyz 28. Juni 2007 um 8:02 Uhr

    @ Administrator:Denken ist schwer, darum urteilen die meisten.

  6. 6 hehe 28. Juni 2007 um 19:27 Uhr

    Nunja….auf jeden Fall ist dort gähnende Leere wenn man durchs Schaufenster blickt. Was irgendwie immer noch nicht so ganz aus dem Artikel ersichtlich wurde: Was wird dort außer ein paar Thor Steinar-Klamotten denn eigentlich noch verkauft? Thor Steinar an sich ist doch eine alltägliche „Modemarke“. Klar, sie hat hier und da Verbindungen zu eindeutigen Symboliken….aber was ist an sich so schlimm daran? Dann erkennt man die Pfeifen wenigstens. Salonfähig braucht man diese Marke nicht zu machen, denn daß ist sie nämlich meiner Meinung nach schon lange. Ich kenne einige Leute, die haben den Hintergrund dieser Marke erst auf mein Ansprechen hin bemerkt. Sie sagen halt „es sieht gut aus, nicht jeder trägts und die Qualität stimmt auch noch“ und damit hat sichs. Darum werden sie aber nicht gleich zu Nazis…auf jeden Fall hätte man den Betreiber dieses Ladens auch bitten können, diese „Kollektion“ aus dem Laden zu nehmen und keine pogromartige Stimmung erzeugen müssen.

  7. 7 Administrator 30. Juni 2007 um 14:02 Uhr

    @hehe
    mit mafiösen organisationen wie den bandidos ist es recht sinnlos zu verhandeln. die vermieterin ist informiert und wir bemühen uns, sie am weiteren geschehen zu beteiligen. für pogrome sind wir nicht zuständig

  8. 8 !?!? 03. Juli 2007 um 2:32 Uhr

    @ xyz: dann könntest du ja erstmal selber anfangen zu denken! wie kannst du sagen das die arbeit gegen Nazis in unserer Stadt albern und sinnlos ist!?

    @ hehe: das problem an thor steinar ist nicht nur die eindeutige nazisymbolik. thor steinar ist, im gegensatz zu der marke lonsdale u.ä., die von nazis ausgenutzt wird, eine von nazis für nazis betrieben marke und finanziert von dem gewinn einen großen teil für nazistrukturen und -aktivitäten!
    es gibt hier auch einen beitrag über thor teinar und dort verlinkungen zu seiten wo das problem tohr steinar noch einmal detailiert niedergeschrieben ist! schau dir das mal an und wenn du immer noch fragen hast, kannst du ja hier nochmal melden! ;)

  9. 9 KiB 04. Juli 2007 um 13:17 Uhr

    Der Antifaschistische Kampf trägt erste Früchte!

    Der Laden ist wieder LEER!!! Er wird zum 01.08.07 neu vermietet. Alle Aufkleber snd schon ab nur die Namenszüge sind noch dran.

    ABER: Die Bandidos haben siesen Laden aufgegeben. Sicherlich werden sie aber einen neuen wiedereröffnen. Es ist jetzt wichtig nach solchen Aktivitäten die Augen offen zu halten.

    Dank an die Kämpfer_Innen von AONB und allen Sympathisanten.

    Antifa heißt Kampf!

  10. 10 hehe 23. Juli 2007 um 19:38 Uhr

    Das Thor Steinar offen einen Bezug zu Nazis hat, sagte ich ja schon. Nur allein die Symbolik aber ist kein Hinweis darauf, daß sie diese Strukturen z.B. auch finanziell unterstützt. Dies wird bei einer „rechten Modemarke“ zwar gern vorrausgesetzt, ist aber nicht zwingend richtig. In diversen Naziforen z.B. ist zu lesen, daß diese Thor Steinar nicht unterstützen, da der Betreiber rein kapitalistisch veranlagt ist und nur durch die „Marktlücke“, welche durch Lonsdale/Fred Perry und Co. entstanden ist, Geld machen möchte. Was diesem scheinbar auch gelingt. Wichtig ist also, den Menschen den Hinweis auf die teils offen dargelegte Symbolik aufmerksam zu machen, nicht jedoch die vermeintlichen NaziLäden per se als solche zu deklarieren. Viele haben diese Marke im Angebot, weil sie gern gekauft wird, mehr nun einmal nicht.

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.