// schier unmöglich

Immer wieder für eine Überraschung gut: Klaus Schier – Stadtabgeordneter in Neubrandenburg für die Wählergemeinschaft „Allgemeine Unzufriedenheit“.

Doch diesmal ging er mit seinen populistischen Äußerungen eindeutig zu weit. In einer Antwort (hier) auf einen Artikel des Nordkurier bezüglich der Schließung des Naziladens „Most Wanted“ in der Pfaffenstraße bezeichnete er die antifaschistische Arbeit gegen den Laden und dessen Inventar als „wenig hilfreich“ und diskreditiert die Aufklärung über die Nazi-Marke Thor Steinar als Kriminalisierung.

Hier wird sehr deutlich, wie wichtig die Initiative gegen den neuen Nazi-Chic ist, wenn ein „demokratischer“ Stadtabgeordneter derartige Bildungslücken aufweist.
Die Marke Thor Steinar ist trotz ihrer modisch-bürgerlichen Fassade ein eindeutiges Bekenntnis zur rechten Szene. Denn im Gegensatz zu früheren Dress-Codes a la „Lonsdale“ oder „Fred Perry“ handelt es sich bei Thor Steinar um eine originär rechte Kleidungsmarke, die ganz bewusst mit Nazi-Symbolik kokketiert. Der Bezug der Kleidung erfolgt nur durch den eigenen Versandhandel oder eben einschlägige Geschäfte. Somit ist jeder Träger eines TS-Shirts oder -Pullovers ein Unterstützer und Sympathisant der Neonazi-Szene. Das ist keine Kriminalisierung sondern eine Tatsache.

Wir bieten Herrn Schier an, sein gefährliches Halbwissen aufzuarbeiten und mit Infomaterialien seine offensichtlichen Wissensdefizite zu beseitigen – er möge uns kontaktieren.
So allgemein die Unzufriedenheit auch sein mag, so müsste man bei aller Pöbelei genauer hinsehen, wofür und wogegen mensch agiert. Dann hätte her Schier die „Energien“ gegen Naziläden vielleicht verstanden. Ansonsten gilt: wenn man keine Ahnung hat,…

Nazikleidung stinkt!

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Infoseite „Stop Thor Steinar“
Reaktion des Nordkurier (04.08.2007)