// brutaler naziangriff

„Die Gewalt hat die ersten Sklaven geschaffen, die Feigheit ließ dies zum Dauerzustand werden.“

Am 7.9. kam es in Neustrelitz zu einem brutalen Übergriff von ortsbekannten Neonazis auf eine Gruppe junger Antifaschist_innen aus der Region.
An besagtem Freitag fand in der Kleinstadt das Carocktikum, ein alljährliches Rockfest des Gymnasiums Carolinum, statt. Um auf das zunehmende Auftauchen von Neonazis auf dem Konzert hinzuweisen und dem entgegen zu wirken, beschloss eine Gruppe entschlossener Antifaschist_innen, Präsenz zu zeigen und die Bürger_innen und Schüler_innen auf den Missstand hinzuweisen. Aber so weit sollte es nicht kommen.
Wie uns Mitglieder der Gruppe schilderten wurden sie bereits auf dem Weg zum Carolinum aus einem fahrenden Auto mit Flaschen beworfen. Um einer weiteren Konfrontation aus dem Weg zu gehen, entschieden sich die Jugendlichen, die Hauptstraßen zu meiden. Doch der weitere Weg entwickelte sich zu einem Spießrutenlauf: ein wilder Nazi-Mob jagte die Gruppe durch die Gassen und ging zunächst auf die jüngeren und weiblichen Mitglieder los. Erst das Einschreiten der Übrigen verhinderte schlimmeres…
dennoch, das Resultat: Prellungen, ein rausgeschlagener Zahn, ausgerenkte Kiefer und ein Kieferbruch.

Die Täter konnten vorläufig festgenommen werden – das zu erwartende Ergebnis der Ermittlungen kennen wir. Die Brutalität und Skrupellosigkeit der Neustrelitzer Neonaziszene rund um die MAF ist besorgniserregend, antifaschistische Strukturen sind kaum bis gar nicht vorhanden, die Behörden sind überfordert. Es ist längst überfällig die ländlichen Regionen in den Fokus von Aufklärungsarbeit und direkter Aktion zu stellen. Unsere Solidarität gilt den Opfern.

Einschüchtern is‘ nich! Fördert den antifaschistischen Selbstschutz!


2 Antworten auf „// brutaler naziangriff“


  1. 1 antifaschistisches Opfer 23. September 2007 um 20:52 Uhr

    Ich freue mich zu sehen das von der Tat der Nazis im Internet berichtet wird, was auch unbedingt notwendig ist!
    Um den Neonazis in Neustrelitz keinen Sieg zu gönnen und besonders um zu zeigen das der antifaschistische Widerstand überall tätig ist, auch wo keine aktive linke Szene vorhanden ist, sollte man sich mit dem Gedanken einer „Racheaktion“ beschäftigen.
    Hiermit meine ich konkret eine große Präsenz aller Antifaschisten/innen aus der Region am nächsten Carocktikum!

    Kein Fußbreit den Faschisten, Neustrelitz wird gerächt!

  2. 2 war auch dabei 07. Oktober 2007 um 14:58 Uhr

    Ick muss auch sagen super das es hier drin steht und wenn es jetzt zu einer aktion in diesem raum kommt wäre ich auf jeden Fall dabei!!

    Gebt den Nazis die Straße zurück! Stein für Stein!

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