Archiv für Dezember 2007

// 29.12. – welcome to ghana

Am 29.12.07 lädt das PlaN B (zu finden in der Beseritzer Str. 13; neben Pronto) alle Interessierten ab 18:00 Uhr zu einer Veranstaltung über die Freiwilligenarbeit von Maria und Tini in Ghana ein. Begleitet werden die Erlebnisberichte der Helferinnen mit Fotos, Musik, u.v.m. Die 3 € für den Eintritt gehen natürlich in das Spendenkonto, welches vorallem für eine Schule und ein Waisenhaus genutzt werden soll.

Die beiden jungen Frauen lebten für zwei Monate in einem Dorf in einem Waisenhaus. Neben der Arbeit mit den dortigen Kindern, beteiligten sie sich auch aktiv an der lokalen Schule und gestalteten selbst Unterrichtsstunden.
Eine spannende Reise und wunderbare, ehrenvolle Arbeit. Wer nicht kommt ist selber Schuld!

Spendet:

Spendenkonto: 3200014848
Bankleitzahl: 15050200
Bank: Sparkasse Neubrandenburg-Demmin
Kennwort: Plan B e.V. Aninasuso

Auch Spenden wie Kleidung, Stifte, Spielzeug, etc. werden gerne von den beiden entgegengenommen. Wer also ein Paket zusammenstellen will, kann sich bei ihnen melden.
Maria: 0160/97719589

// mailbox

Antifaschist_innen aus Neubrandenburg fordern Hausverbot für Thor-Steinar-Kunden. Mit einer Briefaktion weisen der Infoladen „Stunk“ und die Antifaschistische Offensive Neubrandenburg auf die zunehmende Verbreitung rechtsextremer Kleidung und ihren Einzug in den Alltag hin.
Eine Pressemitteilung der Antifa Offensive Neubrandenburg vom 14. Dezember 2007

„In Kontinuität zu Aktionen des vergangnen Sommers gegen Naziläden nutzen den morgigen bundesweiten Aktionstag gegen die Neonazimarke Thor Steinar, um über die Hintergründe der Kampagne aufzuklären“, teilt Daniel Weber, Pressesprecher der Antifa Offensive Neubrandenburg mit. „Die Unwissenheit innerhalb der Bevölkerung ist noch immer erschreckend groß. Mittlerweile ist Thor Steinar aus seiner traditionellen Käuferschicht ausgebrochen.“
Thor Steinar wurde 2002 von den Neonazis Axel Kopelke und Uwe Meusel gegründet und ist derzeit die Modemarke der Naziszene schlechthin. Mit heidnisch-germanischen Symbolen und anderen Codes transportieren die Textilien faschistische, fremdenfeindliche und Nazi-Verbrechen verherrlichende Botschaften. Der Vertrieb erfolgt größtenteils über Naziläden und Internetversände.
Initiativen gegen die Marke hängen stets vom Erfolg bei der Aufklärung der Bevölkerung ab. Vorstöße von Fußballvereinen wie St. Pauli, Hertha BSC und auch Hansa Rostock, die Thor-Steinar-Kunden aus ihren Stadien verbannen haben eine neue Öffentlichkeit geschaffen. Der Gebrauch des Hausrechts sensibilisiert und provoziert zugleich die öffentliche Diskussion. Im Rahmen dieser Aktion fordert die Antifaschistische Offensive Neubrandenburg mit Unterstützung des Infoladens „Stunk“ Schulen, Einkaufszentren und das Jahnsportforum Neubrandenburg auf, eine vergleichbare Klausel in ihre Schul-/Hausordnung aufzunehmen:
„Besuchern der/des XY ist es verboten:
Fahnen, Transparente, Aufnäher oder Kleidungsstücke zu tragen oder mitzuführen, deren Aufschrift geeignet ist, Dritte aufgrund ihrer/ihres Hautfarbe, Religion, Geschlechts oder sexuellen Orientierung zu diffamieren oder deren Aufschrift Symbole verfassungsfeindlicher Organisationen zeigt.
Kleidungsstücke zu tragen oder mitzuführen, deren Herstellung, Vertrieb oder Zielgruppe nach allgemein anerkannter Ansicht im rechtsextremen Feld anzusiedeln sind.“
„Es geht nicht um die Kriminalisierung eines Milieus oder einer Mode, Thor Steinar und die Unterstützung der Marke sind kriminell“, so Weber, „wir werden nicht dulden, dass Neonazis mit ihren Symbolen ganze Klassen mit implizit menschenverachtendem Gedankengut infizieren oder das Stadtbild prägen. Aufklären ist das Eine, jetzt sind Taten gefragt.“

Informationen über Thor Steinar bietet das Team vom Infoladen „Stunk“ im AJZ an, oder die Kampagne gegen die Nazimarke im Internet: stop-thorsteinar.de.vu . Über das Naziladennetzwerk und die Aktionen dagegen werden auf links-lang.de aufgeklärt.

Brief als *.pdf

// 22.12. – armer thor

Es darf auch ruhig mal wieder getanzt werden… erst recht, wenn es für einen guten Zweck ist.
So findet am 22.12. im AJZ ein Konzert gegen die Nazimarke Thor Steinar statt.

also erscheint zahlreich!
! Fuck Nazi „Thor Steinar“

// 15.12. aufruhr-aufruf

Natürlich findet sich jedes Wochenende eine Demo, die es Wert ist, besucht und unterstützt zu werden… und natürlich ist es nicht möglich, jeden Termin an jedem Ort wahrzunehmen. Deshalb aber diesmal der außerordentliche Hinweis: kommt am 15.12. nach Hamburg. Warum? Hier ein Auszug aus dem Aufruf:

[…] We want the whole bakery!

Die derzeitige Zuspitzung der sozialen Verhältnisse ist keine Krise des Kapitalismus, sondern das, was ihn ausmacht; sie ist dem System immanent. Dementsprechend dient die Hochrüstung des staatlichen Sicherheitsapparates neben einer generellen Aufstandsprävention vor allem der Aufrechterhaltung und Absicherung der ökonomischen Machtverhältnisse. Die staatliche Repression ist somit ein sichernder Pfeiler des Kapitalismus. Der Schlag gegen die Linke dient der Kriminalisierung einer Bewegung, die die skizzierte Entwicklung entschieden ablehnt und bekämpft. Doch nicht der Grad tatsächlicher oder vermeintlicher „Gefahr“ von links bestimmt staatlich repressives Handeln, sondern die Tatsache, dass überhaupt linke Widerstandsstrukturen existieren, ist für die Repressionsorgane Grund, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln anzugreifen.

Wir sind nicht gekommen, um uns zu beschweren. Denn wo immer Menschen die herrschenden Verhältnisse bekämpfen, wird staatliche Repression die Antwort sein.

Wir wollen die Verhältnisse, die den kapitalistischen Normalzustand immer wieder aufs Neue bedingen, überwinden. Wir betrachten den Kapitalismus mit seinem Prinzip der totalen Ökonomisierung der Lebenswelt als menschenfeindlich – als unseren Feind.
Unsere Utopie ist die einer menschlichen und solidarischen Gesellschaft und die der Freiheit aller Menschen von Ausbeutung und Unterdrückung. Unsere Perspektive ist die von emanzipatorischen, politischen und sozialen Bewegungen, lokal und global, die solidarisch und kollektiv die kapitalistischen Bedingungen konsequent ablehnen und ihnen Widerstand entgegen setzen. Genauso wie unser Kampf um Befreiung kollektiv und solidarisch geführt werden muss, muss auch unser Umgang mit staatlicher Repression sein. Nur gemeinsam werden wir Angriffe auf die radikale Linke beantworten und zurückschlagen können.

Die Demonstration am 15.12. in Hamburg soll zeigen, dass das staatliche Kalkül von Kriminalisierung, von Einschüchterung und Spaltung scheitern wird. Kommt zur Demonstration gegen Repression und Sicherheitsstaat! Zeigen wir ihnen auch auf der Strasse, dass wir die Verhältnisse zum Tanzen bringen können!

Axel, Florian und Oliver müssen raus!
Sofortige Einstellung aller Verfahren!
Freiheit für unsere gefangenen Genossinnen und Genossen!
Für die soziale Revolution weltweit!
Demobündnis Hamburg

weitere Informationen auf der Kampagnen-Seite

noch Fragen…?

// desertion

Die Diskussion um die Mitgliedschaft der neuen JUSO-Vorsitzenden Franziska Drohse in der „Roten Hilfe“ hat hohe Wellen geschlagen. Der erzeugte Druck des rechtskonservativen bis -extremen Flügels, in trauter Einigkeit mit dem Inlandsgeheimdienst „Verfassungsschutz“, auf die Jungsozialistin war nun offenbar zu groß. Überraschenderweise gab Drohse gestern ihren Austritt aus dem gemeinnützigen Verein bekannt.
Die RH setzt sich seit 1975 konsequent für die Rechte politisch Verfolgter der linken Szene ein und bietet unter anderem Finanzhilfe bei juristischer Verfolgung an. Diese Solidargemeinschaft hält der Verfassungsschutz für linksextrem und somit gefährlich. Die Opfer der staatlichen Verfolgung werden stets in Anführungsstriche gesetzt, geleugnet, ihr Schicksal verborgen. Demonstrierende werden zu Terroristen gemacht, frei von Menschen- und Bürgerrechten. Auf der Abschussliste von Establishment und Staatsapparat, bis sie letztendlich brechen und aufgeben.
Wenn „linksextrem“ nun heißt, Teil einer emanzipatorischen Bewegung zu sein, die für die Befreiung von repressiven, ausbeuterischen, menschenfeindlichen Kräften steht und, die Opfer derselben unterstützt, dann ist die Rote Hilfe linksextrem… dann sind wir alle linksextrem. Gefährlich ist dies jedoch nur für die Herrschenden, die von Unterdrückung und Ausbeutung profitieren.
Die Entscheidung der jungen JUSO-Vorsitzenden zeugt von Charakterlosigkeit und reinem Opportunismus. Unsere Reaktion kann nur eine noch intensivere Unterstützung der Arbeit aller Aktivisten der RH sein… deshalb

Spendet:

Rote Hilfe e.V.
Konto Nr. 191 100 462
Postbank Dortmund
BLZ 440 100 46

und/oder unterstützt direkt die Ortsgruppe Greifswald

Rote Hilfe e.V. Greifswald
c/o Klex
Lange Straße 14
17489 Greifswald

per E-Mail: greifswald[at]rote-hilfe.de

[w³] Rote Hilfe e.V

Wir werden nicht aufgeben. Linksextremismus ist keine Meinung, sondern ein Versprechen!