// desertion

Die Diskussion um die Mitgliedschaft der neuen JUSO-Vorsitzenden Franziska Drohse in der „Roten Hilfe“ hat hohe Wellen geschlagen. Der erzeugte Druck des rechtskonservativen bis -extremen Flügels, in trauter Einigkeit mit dem Inlandsgeheimdienst „Verfassungsschutz“, auf die Jungsozialistin war nun offenbar zu groß. Überraschenderweise gab Drohse gestern ihren Austritt aus dem gemeinnützigen Verein bekannt.
Die RH setzt sich seit 1975 konsequent für die Rechte politisch Verfolgter der linken Szene ein und bietet unter anderem Finanzhilfe bei juristischer Verfolgung an. Diese Solidargemeinschaft hält der Verfassungsschutz für linksextrem und somit gefährlich. Die Opfer der staatlichen Verfolgung werden stets in Anführungsstriche gesetzt, geleugnet, ihr Schicksal verborgen. Demonstrierende werden zu Terroristen gemacht, frei von Menschen- und Bürgerrechten. Auf der Abschussliste von Establishment und Staatsapparat, bis sie letztendlich brechen und aufgeben.
Wenn „linksextrem“ nun heißt, Teil einer emanzipatorischen Bewegung zu sein, die für die Befreiung von repressiven, ausbeuterischen, menschenfeindlichen Kräften steht und, die Opfer derselben unterstützt, dann ist die Rote Hilfe linksextrem… dann sind wir alle linksextrem. Gefährlich ist dies jedoch nur für die Herrschenden, die von Unterdrückung und Ausbeutung profitieren.
Die Entscheidung der jungen JUSO-Vorsitzenden zeugt von Charakterlosigkeit und reinem Opportunismus. Unsere Reaktion kann nur eine noch intensivere Unterstützung der Arbeit aller Aktivisten der RH sein… deshalb

Spendet:

Rote Hilfe e.V.
Konto Nr. 191 100 462
Postbank Dortmund
BLZ 440 100 46

und/oder unterstützt direkt die Ortsgruppe Greifswald

Rote Hilfe e.V. Greifswald
c/o Klex
Lange Straße 14
17489 Greifswald

per E-Mail: greifswald[at]rote-hilfe.de

[w³] Rote Hilfe e.V

Wir werden nicht aufgeben. Linksextremismus ist keine Meinung, sondern ein Versprechen!


1 Antwort auf „// desertion“


  1. 1 hjkjasd 08. Dezember 2007 um 1:41 Uhr

    Das ist ein wirklich guter Kommentar!

    Es ist schrecklich das diese Frau sich wirklich von dem Druck formen lassen hat. Und noch schrecklicher sind die Druckmacher selber. Bovor sie gewählt wurde, hatte niemand ein Problem damit das sie bei der „Roten Hilfe“ Mitglied ist, danach wird sie als MItglied einer extremistischen Vereinigung diffamiert!

    Wirklich schade wie einige Menschen sich leiten lassen!

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