// 8.5. – Спасибо

8. Mai ’45 – der Traum vom „Tausendjährigem Reich“ platzte endgültig mit der bedingungslosen Kapitulation Nazideutschlands. Mehr als ein Jahrzehnt war Europa von faschistischer Barbarei verseucht: Verfolgung, Gefangenschaft, Folter, industrieller Massenmord. Millionen von Menschen sind diesem Regime zum Opfer gefallen. Sei es wegen ihrer religiösen oder ethnischen Zugehörigkeit, ihres politischen Denkens oder einer weiteren hirnlosen Konstruktion. Der 8. Mai bedeutete für sie die Befreiung von diesem Terror.
Für uns ist er ein Tag des Gedenkens aber auch des Feierns.

Wir sagen Danke den alliierten Truppen und den Kämpfer_innen im Widerstand!


Transparent am Engelsring in NB

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Verschönerung der Innenstadt

In Greifswald trafen sich über 40 Antifaschist_innen, um mit einem kraftvollen Demo-Rave auf den Tag der Befreiung aufmerksam zu machen. Mit Musik und Konfetti bespickt, zog die feiernde Meute durch die Innenstadt. Themenbezogene Flyer wurden unter die aufmerksam gewordenen Leute gebracht. Viele Bürger_innen zeigten sich interessiert und positiv überrascht, so dass sich auch einige spontan dem Rave anschlossen. Obwohl die Aktion nicht angemeldet war, konnte der Umzug bis zum Ende ohne Auftauchen der Polizei beendet werden. Anschließend zogen einige der Teilnehmer_innen weiter zum Mahnmal für die unbekannten Gefallenen der Roten Armee, wo es zu einer Veranstaltung der Partei „Die Linke“ kam. Hier waren rund 20 Besucher_innen zu zählen.
Auch in Rostock kam es zu einer Spontandemo. Hier sogar mit bis zu 100 Aktivist_innen. Ebenfalls konnte hier der Umzug ohne polizeiliche Zwischenfälle in der Innenstadt durchgeführt werden.

Mehr dazu hier und hier.


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Der Party-Rave in Greifswald

Doch nicht alles war so rosarot; so tauchten auch in diesem Jahr in mehreren Städten Neonazis auf und versuchten die dortigen Veranstaltungen zu stören.
In Neubrandenburg provozierten drei Faschisten mit hohlen Phrasen eine Gedenkveranstaltung. Sie versuchten wie üblich geschichtsrevisionistisch die Opferrolle auf das „Deutsche Volk“ zu projizieren, wurden aber schnell durch aufmerksame und aktive Antifaschist_innen der Veranstaltung verwiesen. Ein ähnliches Szenario spielte sich auch in Neustrelitz ab. Hier haben zwei Nazis – höchstwahrscheinlich Mitglieder der Mecklenburgischen Aktionsfront (MAF) – ein Transparent präsentiert, das jedoch sofort von der Polizei beschlagnahmt wurde. Nachdem sie dennoch nicht unterließen, die Gedenkveranstaltung zu Provozieren nahm die Polizei beide in Gewahrsam. Einer der Provokateure trug seine Botschaft ungestüm zur Schau: Sein T-Shirt im Endstation-Rechts-Design zeigte einen bedeutenden Unterschied… der Schriftzug lautete „Endstation Pölchow“. Eine Anspielung auf den brutalen Angriff von Neonazis auf Zug reisende Antifaschist_innen im vergangenen Jahr.
Außerdem versuchten Anhänger der MAF in Neubrandenburg in der Nacht zum 9. Mai mit Plakaten, Flyern und Aufklebern, ihre geschichtsrevisionistische Propaganda unter die Leute zu bringen – ein 17-jähriger Handlanger wurde dabei von der Polizei in Gewahrsam genommen.

Alles in allem kann der Tag kann als ein Erfolg für die Antifaschistische Bewegung in MV angesehen werden.