von alten und neuen helden

Jedes Jahr am 20. Juli ehren Offizielle von Regierung und Militär den Mordanschlag der Nazi-Offiziersclique um Claus Schenk Graf von Stauffenberg auf Adolf Hitler 1944. Zwar spricht nichts dafür, dass es Stauffenberg darum ging, den rassistischen, mörderischen Nationalsozialismus zu beseitigen, doch offenbar qualifiziert die bloße Absicht, Hitler töten zu wollen zum demokratischen, toleranten Menschen. Und da es offenbar an bürgerlichen, gut-deutschen Helden mangelt, sieht man es nicht so genau mit den historischen Tatsachen. Eifrig wird am Mythos Stauffenberg als eine Art demokratischen Urtyps gearbeitet. Der versuchte Tyrannenmord wird ohne wenn und aber zur einzigen vorbildlichen Heldentat stilisiert.

Für die Bundeswehr ein gefundenes Fressen, wieder militärische Tugenden in die Gesellschaft zu tragen. Ruhm, Ehre, Tapferkeit und Heldenmut finden sich auf Abzeichen, Urkunden und auch bald auf Denkmälern. Das „Öffentliche“ (sic!) Gelöbnis vor dem Reichstag ist bereits etabliert.

Wie andere Gruppen zuvor, haben sich auch in Neubrandenburg erneut Menschen zusammen gefunden, die so ihre Zweifel an der Aufrichtigkeit der vielen Bürger_innen in Uniform haben, die zum Morden ausgebildet, dafür bezahlt und geehrt werden. Wiederholt wurde darum der Gedenkstein für die Panzergrenadierdivision „Hanse“ verschönert:

Die Militarisierung der Gesellschaft kann von uns nicht hingenommen werden. Wir stellen uns gegen die Verharmlosung von einer „weltweit agierende Interventionsarmee’’. Das Gerede von den „humanitären oder friedenschaffenden Einsätzen“ täuscht nicht darüber hinweg, dass in der Bundeswehr das Mordhandwerk gelehrt und gelernt wird, um Krieg gegen andere Länder zu führen. Genauso wenig ist die Bundeswehr dazu da, „das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“ – im Gegenteil: Mit dem geplanten Bundeswehreinsatz im Inneren sollen in Zukunft die Streitkräfte gegen die Bevölkerung eingesetzt werden können, gegen Massenproteste und Streiks. Nicht zu Verteidigung, sondern zur Unterdrückung von Freiheitsrechten.

den ganzen Text gibt’s bei Indymedia

Keinen Frieden mit der Bundeswehr!
Soldaten sind Mörder, keine Helden!


1 Antwort auf „von alten und neuen helden“


  1. 1 BinDochNichtLebensmüde 27. Juli 2009 um 16:02 Uhr

    tja wenn man keine helden hat macht man sich welche is doch nix neues
    und mal ehrlich die leute die eure seite besuchen müssen nicht darauf hingewiesen werden und die bildzeitungsleser werdet ihr so nicht erreichen deshalb sollte man immer die sprache der leute sprechen die man erreichen will man könnte da von der bild lernen aber hier geht das dilemma schon los linke würden sich niemals auf diese ebene begeben…

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