Archiv für Juli 2010

Von Fischköppen und Hohlköppen

Enough is enough

Anklam, da muss man durch… wenn man nach Usedom will. Anklam, da musste man hin… wenn man sich mit der Schulklasse die Zuckerfabrik angeschaut hat. Anklam… Pittiplatsch war gerade in Anklam, ansonsten ist da nicht viel los – es sei denn: die NPD möchte in der selbst ernannten NoGo-Area ein Kinderfest veranstalten und dieses wird verboten.

Dann kommen sie aus ihren Kellern und Garagen, von den Tankstellen, Imbissbuden und Bushaltestellen der Umgebung – wütende junge Männer und Frauen mit kurzen Haaren und kleinem Geist. Sie wollen rebellieren; gegen Langeweile, Polen, Homosexuelle, Mais aus Kanada, Fischfangquoten, „Ausländer“, „die Antifa“ und… sogar… das ganze System. Sie erobern und kontrollieren Gebiete, sie machen Städte zu Festungen – ja sie erklären buchstäblich den Krieg. Das ist doch n Ding.

So läuft das hier. Das ist Mecklenburg-Vorpommern, da muss man durch… wenn man nach Usedom will. Das AJuCa ist bald in Mecklenburg-Vorpommern, ansonsten ist da nicht viel los… es sei denn, die NPD möchte irgendwo in der selbst ernannten NoGo-Area ein Kinderfest veranstalten und dieses wird verboten.

Mecklenburg-Vorpommern. Ein bisschen Anklam ist hier überall: in Ludwigslust, in Burg Stargard, in Wismar, in Greifswald und auch in der KTV. M-V ist die Provinz. Man kann darüber lachen oder weinen, sich dafür schämen – oder man kann etwas dagegen tun. Wir leben hier und wir haben keine Lust mehr zuzusehen. Wir haben keinen Bock auf Nazis – nirgendwo. Deshalb gehen wir am 31. Juli auf die Straße … in Anklam.

[w³] – offizieller Aufruf des Bündnisses

Info- & Mobilisierungsveranstaltung am 28.07. // 19 Uhr // Neubrandenburg…
weitere Infos hier in den nächsten Tagen.