Archiv für August 2011

01.09. – Mädelsache!

Der Infoladen „…STUNK!“ lädt heute zu einer kostenlosen Infoveranstaltung über Frauen in der Neonazi-Szene. Der Vortrag wurde allerdings kurzfristig in das Alternative Jugenzentrum in der Seestraße verlegt, findet also nicht wie geplant im Neubrandenburger Stadtarchiv statt! Folgend findet ihr einen Auszug aus dem Ankündigungstext:

[…] Frauen gewinnen in der Neonazi-Szene immer mehr an Bedeutung. Sie engagieren sich in den Kommunen als Elternvertretungen, in Krabbelgruppen oder in anderen pädagogischen Bereichen und sind für die Erziehung des Nachwuchses verantwortlich. Zunehmend treten sie aber auch verstärkt in anderen Bereichen in Erscheinung. So organisieren sie interne Kulturveranstaltungen wie Sonnenwenden, Kinderfeste oder Erntedankfeiern mit. […]

Der Vortrag ist Teil der Kampagne „Wake Up – Stand Up! Keine Stimme den Nazis in MV!“ und stützt sich dabei auf Recherchearbeiten von Andrea Röpke und Andreas Speit, die 2011 in dem Buch “Mädelsache!” veröffentlicht wurden. Dabei wird speziell auf die Situation in MV näher eingegangen und die Bedeutung von Kameradinnen im Kontext der Aktivitäten der Neonazis analysiert. Ziel soll es sein, diese Problematik, gerade im Zusammenhang mit der kommenden Landtagswahl, mehr in die öffentliche Wahrnehmung zu tragen.

C wie ✮KomFort✮

reitbahnviertel wachgemacht

Nachdem in den vergangenen Wochen und Tagen insbesondere das Umland Neubrandenburgs mit Infomaterial gegen die menschenverachtende Ideologie der NPD versorgt wurde, trafen sich am Sonntag Nachmittag etwa 35 Jugendliche nun auch in der Stadt, um im Zuge der Anti-NPD-Kampagne “Wake up! Stand up! – Keine Stimme den Nazis in MV”, Flyer zu verteilen.

Auch diesmal konnten mehrere Tausend Flyer in die Briefkästen oder an interessierte Passant_innen verteilt werden. Nebenbei wurden unschöne Aufkleber entfernt oder sachgemäß ersetzt. Groß war die Neugier, was denn im Viertel los ist und so ergaben sich einige interessante Gespräche mit anderen Jugendlichen. Einige Nazis wirkten sehr verdutzt ob der vielen bunten, gut gelaunten Menschen und konnten nur, den Kopf im Kragen versunken, ihrer Wege ziehen. Bemerkenswert, so galt der Reitbahnweg mit Wahlergebnissen von bis zu 18% und einer Arbeitslosenquote jenseits der 20% lange Zeit als “Problembezirk” und Nazi-Homezone. Doch die Zeiten sind vorbei – nach drei feuchtfröhlichen (Sommer 2011) Stunden zog der Spaziergang wieder in Richtung Innenstadt und löste sich auf.

In den kommenden Tagen und Wochen wird es weitere Spaziergänge in den anderen Vierteln der Vier Tore Stadt geben, also: Wake up! Stand up! Haltet die Augen und Ohren offen, macht mit. Kontakt aufnehmen könnt ihr über unsere E-Mail aonb [AT] systemausfall.org oder über die Kampagnen-E-Mail kampagne.wakeupstandup [AT] systemausfall.org … oder aber ihr schaut einfach mal bei den Leuten vom Infoladen „… Stunk!“ im AJZ vorbei.

… und kommt am 27.8. nach Rostock, denn da gibt es einen großen Aktionstag der Kampagne:

Aktionstag Rostock

[w³]: Kampagnen-Seite
[w³]: Wake up! Stand up! bei Facebook