recherchen haben ergeben…

Der Verfassungsschutzbericht wurde beinahe erschöpfend diskutiert und kommentiert. Doch er ist nicht nur zum Fremdschämen geeignet, sondern ein politischer Skandal.

2011 war das Jahr in dem aufgedeckt wurde, dass Neonazis in Mecklenburg-Vorpommern zwei Banküberfälle zur Finanzierung ihres Lebens im Untergrund begangen haben. Es war das Jahr, in dem die NSU-Mordserie aufgedeckt wurde. Über ein Jahrzehnt währender Terror eines ganzen Neonazinetzwerks, dessen Verbindungen nach Mecklenburg-Vorpommern mehr als wahrscheinlich sind. Eine halbe Seite Platz hat das Pamphlet für die rechten Nazimörder, die am 25. Februar 2004 Mehmet Turgut in Rostock-Toitenwinkel mit drei Schüssen in den Kopf hinrichteten… mehr hielt Google offensichtlich nicht bereit.

Dennoch haben es die Damen und Herren beim Inlandsgeheimdienst für das Kapitel „Linksextremismus“ nicht versäumt, allerhand Blogsport-Aktivisten mit dem Ritterschlag einer Erwähnung in diesem Opus Dei zu adeln, oder den Nietenkaisern von Feine Sahne Fischfilet anderthalb Seiten Promotion zu widmen.

Der Vollständigkeit halber: der bericht. Wer vermeintlich linke Projekte erwähnt findet, darf sie behalten. Wer Belege für mutwillige Falschbehauptungen findet, auch.

PS: das nächste Treffen der Selbsthilfegruppe „Anti-deutsch und in der AONB“ findet diesmal nicht im AJZ, sondern im CDU-Bürgerbüro in der Stargarder Straße statt. Inhaltlich wird es um den aktuellen Stand bezüglich der geplanten dschihadistischen Antifa-Zelle in Neubrandenburg gehen und der gewaltbereite Flügel wird ein paar neue Moves zeigen.