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Antifa-Demo gegen NPD und JN

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Mobiveranstaltungen:

07.10.2012 – Lübeck – 16 Uhr Café Brazil
11.10.2012 – Greifswald – 19.30 Uhr IKUWO
15.10.2012 – Rostock – 19 Uhr Café Median
16.10.2012 – Schwerin – 19 Uhr Komplex

01.09. – Mädelsache!

Der Infoladen „…STUNK!“ lädt heute zu einer kostenlosen Infoveranstaltung über Frauen in der Neonazi-Szene. Der Vortrag wurde allerdings kurzfristig in das Alternative Jugenzentrum in der Seestraße verlegt, findet also nicht wie geplant im Neubrandenburger Stadtarchiv statt! Folgend findet ihr einen Auszug aus dem Ankündigungstext:

[…] Frauen gewinnen in der Neonazi-Szene immer mehr an Bedeutung. Sie engagieren sich in den Kommunen als Elternvertretungen, in Krabbelgruppen oder in anderen pädagogischen Bereichen und sind für die Erziehung des Nachwuchses verantwortlich. Zunehmend treten sie aber auch verstärkt in anderen Bereichen in Erscheinung. So organisieren sie interne Kulturveranstaltungen wie Sonnenwenden, Kinderfeste oder Erntedankfeiern mit. […]

Der Vortrag ist Teil der Kampagne „Wake Up – Stand Up! Keine Stimme den Nazis in MV!“ und stützt sich dabei auf Recherchearbeiten von Andrea Röpke und Andreas Speit, die 2011 in dem Buch “Mädelsache!” veröffentlicht wurden. Dabei wird speziell auf die Situation in MV näher eingegangen und die Bedeutung von Kameradinnen im Kontext der Aktivitäten der Neonazis analysiert. Ziel soll es sein, diese Problematik, gerade im Zusammenhang mit der kommenden Landtagswahl, mehr in die öffentliche Wahrnehmung zu tragen.

Meet me at the Barricades

So langsam naht der Erste Mai, hier also nochmal kurz die Fakten: bundesweit sind Naziaufmäsche in Halle, Heilbronn und Greifswald geplant. Der „Sozialkongress“ der NPD in Bremen wurde auf den 30. April vorverlegt. Die NPD gibt damit den 1. Mai an der Weser auf und hofft so, wenigstens ein paar mehr Faschos als üblich nach M-V karren zu können. Hier hat sich, wie nach dem zeitweiligen Verbot zu erwarten war, mal wieder die höhere Instanz als Wegbereiter für Naziaufmärsche bewiesen und das Verbot aufgehoben.

Unabhängig davon mobilisieren ohnehin seit Wochen Antifabündnisse und -gruppen von Berlin bis Schwerin für eine Massenblockade, um den Nazi-Aufmarsch zu verhindern. Anders als in den Vorjahren rufen 2011 auch etliche Politiker_innen und zivilgesellschaftliche Initiativen öffentlich dazu auf, sich den Nazis am 1. Mai konsequent in den Weg zu stellen.

Treffpunkt ist 9 Uhr am Flüchtlingsheim

Also geht die Walpurgisnacht etwas langsamer an. Wir haben alle Bock auf eine friedliche und spaßige Demo – Hilfe soll es auch von namhaften Kapellen und DJs geben. Dennoch ist noch nicht abzusehen, welches Gefahrenpotenzial die Bullen im Zweifelsfall konstruieren um unseren friedlichen Protest zu verhindern oder zu eskalieren.

Deshalb: kommt nicht allein, bildet Bezugsgruppen, reist rechtzeitig an (keiner hat Lust auf Vorkontrollen oder Nazistress auf der Fahrt), bleibt nüchtern, lest nochmal das Demo 1×1, lasst euch von den Bullen nicht dumm kommen und haltet euch auf dem Laufenden. Sagt es weiter, bringt Freundinnen und Freunde mit.

Wir werden den Nazis keinen Meter schenken. Wir werden uns hinsetzen. Wir werden erst wieder aufstehen, wenn sie ihre Demo aufgeben. Und wir werden uns weiter dem braun-grauen Alltag in M-V widersetzen und den rassistischen Konsens in Deutschland anfechten.

Die Straße gehört uns! Am 1. Mai in Greifswald, immer und überall.

01.05. – Greifswald Nazifrei

greifswald nazifrei

Die NPD hat für den 1. Mai in Greifswald eine Demonstration angemeldet. Unter dem Motto „Unsere Heimat – unsere Arbeit! Fremdarbeiterinvasion stoppen.“ will sie in unmittelbarer Nähe zum Flüchtlingsheim in der Spiegelsdorfer Wende aufmarschieren. Eine Vielzahl von Gruppen und Leuten hat sich inzwischen in dem Bündnis „Greifswald nazifrei“ zusammengefunden und ruft dazu auf, die geplante Nazi-Demo zu blockieren.
Mehr Infos und den gemeinsamen Aufruf gibt es hier .

Am 15.04. wird es dafür um 19 Uhr eine Infoveranstaltung im AJZ-Neubrandenburg geben.

Von Fischköppen und Hohlköppen

Enough is enough

Anklam, da muss man durch… wenn man nach Usedom will. Anklam, da musste man hin… wenn man sich mit der Schulklasse die Zuckerfabrik angeschaut hat. Anklam… Pittiplatsch war gerade in Anklam, ansonsten ist da nicht viel los – es sei denn: die NPD möchte in der selbst ernannten NoGo-Area ein Kinderfest veranstalten und dieses wird verboten.

Dann kommen sie aus ihren Kellern und Garagen, von den Tankstellen, Imbissbuden und Bushaltestellen der Umgebung – wütende junge Männer und Frauen mit kurzen Haaren und kleinem Geist. Sie wollen rebellieren; gegen Langeweile, Polen, Homosexuelle, Mais aus Kanada, Fischfangquoten, „Ausländer“, „die Antifa“ und… sogar… das ganze System. Sie erobern und kontrollieren Gebiete, sie machen Städte zu Festungen – ja sie erklären buchstäblich den Krieg. Das ist doch n Ding.

So läuft das hier. Das ist Mecklenburg-Vorpommern, da muss man durch… wenn man nach Usedom will. Das AJuCa ist bald in Mecklenburg-Vorpommern, ansonsten ist da nicht viel los… es sei denn, die NPD möchte irgendwo in der selbst ernannten NoGo-Area ein Kinderfest veranstalten und dieses wird verboten.

Mecklenburg-Vorpommern. Ein bisschen Anklam ist hier überall: in Ludwigslust, in Burg Stargard, in Wismar, in Greifswald und auch in der KTV. M-V ist die Provinz. Man kann darüber lachen oder weinen, sich dafür schämen – oder man kann etwas dagegen tun. Wir leben hier und wir haben keine Lust mehr zuzusehen. Wir haben keinen Bock auf Nazis – nirgendwo. Deshalb gehen wir am 31. Juli auf die Straße … in Anklam.

[w³] – offizieller Aufruf des Bündnisses

Info- & Mobilisierungsveranstaltung am 28.07. // 19 Uhr // Neubrandenburg…
weitere Infos hier in den nächsten Tagen.

block*em up!

Für den 1. Mai 2010 mobilisieren NPD und „freie Kameradschaften“ nach Rostock. Der geplante Aufmarsch kann als Auftakt des Wahlkampfes für die Landtagswahl 2011 in MV verstanden werden. Seit 2006 ist die NPD mit sechs Abgeordneten im Landtag vertreten und konnte 2009 bei den Wahlen zu den Kommunalparlamenten 60 weitere Sitze erringen. Bewusst wurde der Rostocker Nordwesten als Startpunkt gewählt, dort konnte die NPD zuletzt steigende Wahlergebnisse erzielen.
Unter dem Motto „Freiheit statt BRD“ greift der
Neonazi-Aufruf mit einem pseudo-revolutionären Anstrich soziale Fragen auf und stellt gleichzeitig Forderungen z.B. die Auflösung aller Gewerkschaften. Die Neonaziszene kann in Rostock auf gefestigte Strukturen, wie den vom NPD-Landtagsabgeordneten Birger Lüssow geführten Szeneladen „Dickkoepp“ (ehemals „East Coast Corner“), welcher vor allem durch zahlreiche Gegenaktivitäten Bekanntheit erlangte, zurückgreifen. In jüngster
Vergangenheit traten regionale Nazistrukturen beim „Pölchow-Prozess“ in Erscheinung.
Anlass des Prozesses war der brutale Überfall von 120 Neonazis auf einen Zug in dem sich ca. 60 nicht rechte Jugendliche befanden. Am letzten Prozesstag, der mit lächerlich geringen Urteilen für die 3 Angeklagten endete, griffen u.a. Rostocker Neonazis im Gerichtsgebäude mehrere Prozessbeobachtende an.

Kommt alle 20 Uhr zur Antifa-Demo am 30.04. zum S-Bhf Rostock-Lichtenhagen!
Anschließend kann auf der „Tanz in den Mai“ – Party im Peter-Weiss-Haus entspannt der Tag ausklingen.

Am 1.Mai treten wir den Neonazis in Rostock-Lütten Klein entgegen und stoppen ihren Aufmarsch!
[w³] http://1mairostock.blogsport.de

Gegen diese Pläne der Nazis regt sich erster wahrnehmbarer Widerstand.
Geplant ist Massenblockaden zu organisieren, um den Aufmarsch mit dem legitimen Mittel des zivilen Ungehorsams zu verhindern. DerAktionskonsens für diesen Tag, der auch schon in vielen anderen Städten zum Erfolg führte, lautet:

1. Wir wollen den Naziaufmarsch mit Massenblockaden verhindern.
2. Von uns geht dabei keine Eskalation aus.
3. Wir bilden Menschenblockaden, keine Materialblockaden.
4. Wir sind solidarisch mit allen, die dieses Ziel mit uns teilen.

Erfolgreiche Massenblockaden brauchen Vorbereitung. Deshalb wird gemeinsam geübt, wie wir Blockaden bilden, halten und durchsetzen können.
Dabei stehen uns erfahrene BlockadetrainerInnen zur Seite.

Zeit: 18.04.2010 um 10 Uhr
Ort: Peter Weiss Haus (Doberaner Straße 21)

wie oft?

Die Brutalität mit der Nazis gegen Menschen vorgehen, die ihrer Ansicht nach „anders“ sind, sorgt immer wieder für Erschrecken. Am vergangenen Sonntag wurde wieder offenbart, wie weit faschistischer Hass gehen kann – in Berlin schlugen vier polizeibekannte Neonazis einen alternativen Jugendlichen halb tot. Nachdem der junge Mann schon bewusstlos am Boden lag, brach ihm einer der Angreifer – mit einem so genannten „Bordstein-Kick“ – Schädel und Kiefer.

Aus diesem Anlass wird es am kommenden Samstag (18. Juli 2009 / 18.00 Uhr / Bersarin Platz / Berlin-Friedrichshain) eine große Bündnis-Demonstration gegen Nazi-Terror geben.

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Wandelt Wut in Widerstand!
Nazis mit allen Mitteln bekämpfen – überall – jederzeit!

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Auch wenn es in letzter Zeit vergleichsweise ruhig war und die rechte Szene vor Ort schlecht organisiert zu sein scheint – Übergriffe von Neonazis sind auch in Neubrandenburg und Mecklenburg-Vorpommern keine Seltenheit.

Hingewiesen sei dabei auf einen Übergriff aus der vergangenen Woche: eine Gruppe von Neonazis ging in der Neubrandenburger Innenstadt auf alternative Jugendliche los und brach dabei einem von ihnen das Nasenbein – am helligten Tag, Passanten schauten zu – man kann von Glück reden, dass es „nur“ mit einem Schock und einer gebrochenen Nase endete. Die Täter stammen aus der vorpommerschen Kameradschaftsszene.
Erwähnt werden muss auch der brutale, hinterlistige Angriff auf den Jugendclub „Phönix“ in Güstrow. Nachdem sieben vermummte Neonazis den Club mit Flaschen bewarfen flüchteten die Jugendlichen zunächst in den Club. Die Angreifer folgten ihnen jedoch, schlugen mit Schlagstöcken auf die Anwesenden ein und demolierten die Einrichtung sowie Computertechnik. Dabei wurden vier junge Menschen verletzt, drei mussten ins Krankenhaus. „Wir haben uns in einem Hinterraum verbarrikadiert und gewartet, bis es vorbei ist“, berichtete eines der Opfer später.
Zwei Ereignisse, die für eine hohe Dunkelziffer stehen, also nur die Spitze des Eisbergs. Die meisten Übergriffe kommen erst gar nicht an die Öffentlichkeit, weil der politische Hintergrund verborgen bleibt/wird, oder weil sie schlichtweg nicht den Weg in die Medien finden.

Treffen kann diese Brutalität jede/jeden die/der nicht in das rechtsextreme Weltbild der Täter_innen passt. Dazu gehören vor allem Menschen aus dem (links-)alternativen Spektrum oder Menschen mit Migrationshintergrund. Rechte Gewalt – egal in welcher Form – braucht keine Organisation oder feste Strukturen, sie kann schon von ein, zwei, vielen Neonazis ausgehen; sie kann geplant sein oder spontan eskalieren.

Solidarität ist eine Waffe. Lasst die Opfer solcher Übergriffe nicht allein. Vor allem aber versucht nach Möglichkeit zu verhindern, dass diese überhaupt Opfer solcher Attacken werden. Organisiert euch, tauscht euch mit euren Kolleg_innen aus und macht zur Not auch von eurem Recht auf Selbstverteidigung gebrauch. Klärt eure Mitmenschen auf – über Neonazis in der Nachbarschaft, Übergriffe oder Plätze die bei Nacht besser nur in Gruppen besucht werden.
Falls ihr selbst Opfer eines Übergriffs wurdet oder eine Auseinandersetzung für euch gerichtliche Konsequenzen nach sich zieht, meldet euch bei den zuständigen Stellen. Für Mecklenburg-Vorpommern: LOBBI – Opferberatung für Betroffene rechter Gewalt

Schluss mit dem Naziterror! Antifaschistischen Widerstand organisieren!