Wir möchten hier alle Nazi-Aktivitäten in und rund um Neubrandenburg sammeln, die wir wahrnehmen, um überblicken zu können inwieweit sich Qualität und Quantität von Naziaktivitäten in unserer Stadt entwickeln.

Anders als ein Artikel, exponiert ein Eintrag in die Chronik das Ereignis nicht, sondern ordnet es lediglich in eine Reihe ein, die sich als ganzes bewerten lässt. Dies ist besonders in Anbetracht der Tatsache wichtig, dass die Nazis spätestens seit Beginn 2011 auf ihren Plattformen versuchen auch für Neubrandenburg ein gehöriges Tamm-Tamm um jedwedes eigene Tun zu machen. Sie erwecken so den Eindruck, dass in Neubrandenburg für sie „was geht“ und feiern jeden Sticker, der mehr als drei Tage hängen bleibt als Erfolg…

Unsere Chronik kann dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Sammlungen dieser Art sind vor allem davon abhängig, dass Betroffene von Naziaktionen diese öffentlich machen. Wenn du Opfer oder Zeug_in einer Naziaktion, eines Übergriffs oder von Propaganda-Aktionen wirst, informiere uns bitte per E-Mail.

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21.10.12
Zwei ältere Herren der R.E.P. haben in Neubrandenburg ein Infostand aufgebaut. Dabei wurden Flugblätter gegen zu teure Benzinpreise verteilt.

20.10.12
Neubrandenburger Neonazis nehmen an der JN-Demonstration in Wismar teil.

19.09.12
Eine vierköpfige Gruppe um den Burg Stargarder Norman Runge und den Usedomer Daniel Ohm, wollten zwei Infostände in Neubrandburg abhalten. Zu einem sind die Kameraden allerdings nicht erschienen.
Weitere Infos dazu hier: hier

01.05.12
300 Nazis wollen am 1.Mai in der Neubrandenburg Oststadt demonstrieren. Nach antifaschistische Initiative wird die Demonstration in die Ihlenfelder Vorstadt verlegt und es folgen 250 Nazis.
Weitere Infos dazu hier: hier

25.02.12
Etwa 60 Neonazis beteiligen sich an dem neunten Tollensemarsch, damit ist ein kleiner anstieg zum vergangenen Jahr festzustellen. Seit 2004 findet der konspirativ und verschwiegen organisierte Marsch einmal jährlich statt.
Weitere Infos dazu: hier

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28.07.11 (und folgende)
NPDler samt mitgebrachten „aufpassern“ hängen in der Stadt NPD-Wahlwerbung
Weitere Infos dazu: hier

08.05.11
Etwa 200 Neonazis aus M-V und Umland begehen in Demmin einen „Trauermarsch“. Ihr Ziel ist es, die Geschichte des 8. Mai als Tag der Befreiung umzudrehen und deutsche Täter_innen zu Opfern umzulügen. Auch mehrere Neubrandenburger Neonazis sind dabei und und fungieren unter anderen als Ordner. Außerdem organisieren sie den nachgestellten Vertriebenentreck an der Spitze der Demo mit.

06.05.11
Am Abend versucht eine Gruppe von teils vermummten Neonazis in der Neubrandenburger Oststadt einen unangemeldeten Fackelmarsch gegen den Tag der Befreiung durchzuführen. Nach einigen Minuten und wenigen Metern wird der Aufzug von der Polizei aufgelöst. Alle 21 Personen im Alter von 17 bis 29 Jahren werden in Gewahrsam genommen. Gegen einige von ihnen wird nun ermittelt.

01.05.11
Fünf Neonazis wollen am Demokratiefest und der dazugehörigen Demonstration teilnehmen. Nachdem die Organisator_innen sie von der Demo ausgeschlossen haben und die Polizei ihnen einen Platzverweis für das Demokratiefest erteilt hat, verteilen sie Flugblätter um den Neubrandenburger Marktplatz.
Auch am NPD-Aufmarsch in Greifswald nehmen mehrere Neonazis aus Neubrandenburg teil und fungieren teilweise als Ordner.

30.04./01.05.11
In der Nacht zum ersten Mai beschmieren Neonazis mehrere Objekte in der Stadt mit faschistischen Parolen. Neben dem Rathausvorplatz, sind unter anderem auch das Gewerkschaftshaus, der Kaufland in der Oststadt und diverse Werbetafeln vor allem in der Neubrandenburger Nordstadt betroffen.

29.04.11
Auf der Aussichtsplattform des Neubrandenburger Kulturfingers befestigen Neonazis – gut sichtbar zum Marktplatz samt Einkaufzentrum – ein Transparent mit der Aufschrift „BRD = Volkstod“. In einer Erklärung veranschaulichen sie ihre rassistische Hetze und bekunden ihre Ablehnung gegen das kommende Demokratiefest am 01. Mai auf dem Marktplatz der Stadt.

26.04.11
Im Umkreis des Neubrandenburger Rathauses werden Unmengen von Nazi-Plakaten und -Sticker verklebt. Auch an anderen Orten der Stadt werden Aufkleber und Plakate gesichtet.

16.04.11.
Das Neubrandenburger Rathaus ruft zum Frühjahrsputz auf, bei dem sich alle Bürger_innen freiwillig beteiligen sollen. Gefordert fühlt sich auch der NPD-Stadtvertreter Jens Blasewitz. Gemeinsam mit einigen weiteren Neonazis räumt er Müll am Stadtausgang entlang der Neustrelitzer Straße zusammen.

05.03.11
Mit etwa 150 Neonazis versucht die NPD in Teterow unter dem Motto „Zukunft statt Hartz IV – Volkstod stoppen!“ zu demonstrieren. Unter ihnen sind auch mehrere Neonazis aus Neubrandenburg zu sehen. Die Gruppe präsentiert sich mit einer mitgebrachten Neubrandenburg-Fahne.

26.02.11
Etwa 40 Neonazis beteiligen sich an dem achten Tollensemarsch. Seit 2004 findet der konspirativ und verschwiegen organisierte Gewaltmarsch einmal jährlich statt.
Weitere Infos über den Marsch: hier

05.02.11
Nach den kritischen Diskussionen um die fünfte Neubrandenburger „Fight-Night“, sind beim Event in der Stadthalle auch Mitglieder_innen der NPD unter den Gästen anzutreffen. Mit von der Partie sind unter anderen das Landesvorstandsmitglied Alexander Wendt und der Usedomer Stadtvertreter Kai Erdmann.
Während des Veranstaltungsabends kommt es von Teilen des Publikums immer wieder zu eindeutigen Sympathiebekundungen für die beiden Neonazi. Die lokalen Medien berichten am nächsten Tag, dass Presseleute von Fans der beiden angepöbelt und sogar tätlich angegriffen wurden. Bei dem Angreifer soll es sich um Erdmann handeln.

29.01.11
An die 40 Neonazis nehmen in Neustrelitz an einer Kundgebung der NPD mit dem Motto „Todesstrafe für Kinderschänder – Volksabstimmung jetzt!“ teil. Der Neubrandenburger Jens Blasewitz fungiert neben anderen als Redner.
Hintergrund ist ein Gerichtsurteil gegen einen Sexualstraftäter im Neubrandenburger Landgericht. Bereits bei der Urteilsverkündung in Neubrandenburg sind einige Neonazis anwesend und protestierten mit einem Transparent vor dem Gerichtsgebäude am Friedrich-Engels-Ring. Unter ihnen ebenfalls NPD-Stadtvertreter Blasewitz.

21.01.11
Der Fightclub-NB bewirbt seine fünfte Neubrandenburger „Fight Night“ mit einem Plakat, auf dem unter anderen die Neonazis Denis Tomzek (Neubrandenburg) und Silvio Dahms (Vorpommern) in kämpferischer Pose abgebildet sind. Auf Dahms freien Oberkörper ist deutlich ein tätowiertes Kameradschaftslogo (Ostvorpommern) zu erkennen.
Mehr Infos: hier.

08.01.11
Einschlägige Neonaziseiten berichten, dass in Neubrandenburg ein erstes Treffen zwischen hiesigen DVU- und NPD-Mitglieder_innen stattgefunden haben soll. Grund war die bundesweite Fusion beider Parteien.

03.01.11
Zwei Neonazis nehmen an der Eröffnungsveranstaltung der Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ im Rathaus teil.